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Nächster fossiler Preisschock: Umweltinstitut sieht großes Effizienzpotenzial in der Industrie

11Umweltinstitut Muenchen logoMünchen, 9. März 2026. Angesichts erneut steigender Energiepreise verweist das Umweltinstitut München auf erhebliche wirtschaftliche Einsparpotenziale beim Energieverbrauch in der deutschen Industrie. Eine aktuelle Studie beziffert das Potenzial auf rund 29 Milliarden Euro pro Jahr. Die Politik muss dafür den stabilen ordnungsrechtlichen Rahmen schaffen. Die geplanten Abschwächungen des Energieeffizienzgesetzes sind dazu ungeeignet.

In einer vom Umweltinstitut München gemeinsam mit Bellona Deutschland und der Deutschen Umwelthilfe in Auftrag gegebenen Studie hat die Hochschule Niederrhein ein wirtschaftliches Energie-Einsparpotenzial für die deutsche Industrie in Höhe von 29 Milliarden Euro pro Jahr errechnet. Um dieses Potenzial zu erschließen, wären laut Studie einmalige Investitionen von etwa 104 Milliarden Euro erforderlich. Die Einsparpotenziale wurden in vielen Unternehmen bereits im Rahmen gesetzlicher Energieaudits identifiziert. „Angesichts der aktuellen Preissprünge bei den Energiekosten dürften die Amortisationszeiten derzeit noch günstiger ausfallen“, sagt Leonard Burtscher, Referent für Energiepolitik am Umweltinstitut.

„Die Politik muss jetzt einen stabilen Investitionsrahmen für Energieeffizienzmaßnahmen  schaffen. Bestehende Effizienzregeln für Unternehmen darf sie nicht wieder zurückdrehen. Verbesserungen in der Energieproduktivität sind nicht nur das beste Mittel, um unabhängiger von fossilen Importen zu werden, sie sind außerdem der schnellste Weg zu effektiven Emissionsminderungen in diesem Jahrzehnt. Darüber hinaus profitieren von Effizienzinvestitionen zuvorderst deutsche Mittelständler, die hocheffiziente Motoren, Pumpen oder Kühltechnik herstellen, installieren und warten.“

www.umweltinstitut.org